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Gibbet nicht. Ich versuche also schon seit kurz vor acht, die Praxis der HNO-Ärzte zu erreichen. Nein, ich habe keine Lust, mit schmerzenden Ohr mehrere Stunden in der Praxis zu warten. Finde ich unzumutbar. Ich habe Schmerzen, will eigentlich nur die Ohrentropfen vom letzten Mal und gehen. Mich hinlegen und ausruhen. Hals tut inzwischen auch weh. Darum hänge ich am Telefon. Entweder es ist besetzt oder es tutet so lange, bis der Anrufbeantworter dem geschätzten Patienten am anderen Ende des Anschlusses mitteilt, er riefe außerhalb der Geschäftszeiten an. Diese seien Montag bis Freitag von 8 - 12 Uhr. Unter anderem. Hallo? 

Das Gute an diesem Phänomen ist, dass es nicht nur mir so geht. Es geht allen gerade so, die dort anrufen. Das hat nichts mit meiner Krankheit zu tun. Das mag ich. Montag bis Freitag 8 - 12 Uhr ... Hat nichts mit mir persönlich zu tun. Die wissen noch nicht einmal, dass ich versuche, sie zu erreichen. Ja, der Gedanke gefällt mir. Was mir allerdings nicht gefällt ist, dass ich tatsächlich niemanden erreiche. Und naheiiin, ich möchte mir auch keinen neuen Arzt suchen. Ein letztes Mal, jetzt gleich muss ich weg. Tuuuut. Die Sprechzeiten sind ... Mensch! Arzt! Habe das Falsche studiert! 

Drei Stunden später. Der Arzt hat heute zu. Kein Hinweis auf der Homepage, keine Ansage auf dem AB. Ok. Habe mit einer Bekannten an der Uni rumgehangen, ein Kaffee nach dem anderen, sie auch Borderlinerin. Yeah, das bringt es. Lästern, sich im eigenen Selbstmitleid bestätigen, auf die Eltern, nein, Entschuldigung, auf die Mutter hetzten. Wie das so ist in anständigen Familien - Vater verbockt es, Mutter ist es schuld. Es aufarbeiten, Traumata aushalten, abschließen? Lieber noch einen Kaffee, geht einfacher runter. Bekannte möchte nicht in eine Klinik. Ambulante Versorgung hier in der Gegend zugegebenermaßen etwas mau, aber möglich. Ja nö, oder doch? Ich war da schon etwas konsequenter, vielleicht auch dem Leidensdruck geschuldet, keine Ahnung. Habe inzwischen alles durch, was es auf dem Gebiet der modernen Psychiatrie so zu bieten gibt. Bin definitiv kein Freund von geschlossenen Stationen geworden, da auch nicht freiwillig geblieben, naja, was tut man nicht alles zur Unterstützung und Unterhaltung staatlicher Systeme - auch Richter wollen ausgelastet werden. Irgendwann läuft jeder Beschluss aus und man ist wieder unter "Normalen". Habe ich das jetzt wirklich geschrieben? Darüber muss ich noch gründlich nachdenken... 

Soweit zu mir, ich existiere, meist mit einer Menge entsprechender Medikamente, aber ich existiere. Und das, so behaupten das zumindest meine behandelnden Ärzte, ist schon eine Menge. Ziel Nummer eins - existieren und "am Existieren bleiben". Meine Güte, was ein Deutsch. Skillen wir also ein wenig und schreiben uns den Frust aus der Seele. Gerade nicht so gut gelaunt, also Ablenkung, was das Zeug hält. Keine dummen Ideen, keine Impulse. Schön brav und auf dem Teppich bleiben.

18.5.16 10:28
 
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